HC Reihe: Fragen an… Ioanna Samakovlis

Ein Interview mit Jungunternehmerin und Geschäftsführerin Ioanna Samakovlis (26)
 
Was hat Dich dazu bewogen, in der Immobilienvermittlung einzusteigen?

Ich weiß, dass die Branche der Immobilienvermittlung, die im Übrigen sehr vielseitig ist, gerade in meiner Generation umstritten ist – natürlich gibt es in der Branche einige „schwarze Schafe“, aber oft wird dieser Bereich zu Unrecht verunglimpft, wie ich finde. Für mich spielt, gerade im Bereich des möblierten Wohnens auf Zeit als Hotelalternative,  eher die hilfreiche Seite an diesem Beruf eine Rolle. Persönlich bin ich während der letzten Jahre oft umgezogen, zum Studium oder für Praktika. Dabei habe ich festgestellt, wie schwierig sich die Suche nach möbliertem Wohnraum für einen begrenzten Zeitraum gestaltet. Insbesondere wenn man in ein fremdes Land kommt und für mehrere Monate eine Unterkunft braucht ist, dann ist es sehr hilfreich wenn es jemanden gibt, der dabei hilft. Auf der anderen Seite ist es für Vermieter ebenfalls hilfreich, wenn sie jemanden haben, der nicht nur ihre Wohnung optimal vermietet um Leerstand zu vermeiden, sondern sich außerdem darum kümmert zuverlässige Mieter zu finden. Gerade in Ballungszentren, wo Wohnungsknappheit herrscht, ist es ein wesentlicher Punkt meiner Arbeit, Wohnungsressourcen  zu finden, die einer besonderen Gruppe von auswärtigen Wohnraumsuchenden, wie Praktikanten, Trainees, Projektentwickler oder Wirtschaftsprüfer, für eine befristete Zeit eine Hotelalternative bieten. Ein großer Teil unserer akquirierten Wohnungen, die dem Wohnungsmarkt für  Kurzzeitmietverträge zur  Verfügung stehen, sind Wohnungen, die meist aus Eigenbedarfsgründen nicht langfristig vermietet werden können.  Außerdem ist im Rahmen unserer Sorgfaltspflicht auch die Transparenz der Kunden und der Datenschutz ein wichtiges Thema: auf vielen Immobilienportalen werden Wohnungen aufgelistet, die nicht existieren, bzw. es wird sehr viel kriminelle Energie aufgewendet, um die Wohnungsnot  der Mieter, die dringend kurzfristig eine Wohnung benötigen, auszunutzen. Neulich gab es hierzu auch einen Artikel in der ZEIT ONLINE [Lesen Sie hier: Das Geschäft mit den Lügengebäuden]. Diese Art von Problemen gibt es bei uns nicht, weil jedes Angebot und jede Suchanfrage geprüft wird.

 
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