So beurteilen Experten die Situation am Immobilienmarkt

Die Vielzahl verschiedener und oftmals gegensätzlich lautender Einschätzungen zeigt, dass nicht einmal die Experten über den Zustand des Marktes einer Meinung sind. Die Vielstimmigkeit lässt sich sehr deutlich an Headlines ablesen, mit denen verschiedene Medien im letzten halben Jahr ihre Themen überschrieben haben. Die Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Neuer Dämmstoff

»Aus der Weltraumforschung« stammt ein Dämmstoff, den der größte Schweizer Putzhersteller, die Fixit AG, entwickelt und 2013 auf den Markt gebracht hat: Aerogel-Hochleistungsdämmputze sind seit 2015 auch in Deutschland erhältlich. Sie sind ultraleicht, extrem dämmend schon in geringerer Dämmstärke und eignen sich, auch ihres hohen Preises wegen, insbesondere für historische Fassaden und denkmalgeschützte Bauten, bei denen herkömmliche Dämmmaterialien nicht eingesetzt werden können.

Knappe Flächen lassen ­Gewerbemieten kräftig steigen

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Tatsache, dass in Großstädten und Ballungsräumen annähernd die Hälfte aller Angestellten in Büros arbeitet, führt auch bei Gewerbeimmobilien und besonders bei Büroflächen zu kräftig steigenden Mieten. Bei Gewerbe­immobilien fehlt es vor allem an kleinen (150 Quadratmeter) bis mittelgroßen Flächen (2000 Quadratmeter).

Werbungskostenabzug von Schuldzinsen nach Veräußerung

Schuldzinsen für ein Darlehen, das ursprünglich zur Finanzierung von Anschaffungskosten einer zur Vermietung bestimmten Immobilie aufgenommen wurde, können grundsätzlich auch dann noch als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden, wenn das Gebäude veräußert wird, der Veräußerungserlös aber nicht ausreicht, um die Darlehensverbindlichkeit zu tilgen. (Bundesfinanzhof, Urteil vom 20.06.2012, Az. IX R 67/10)

Nachlass II

Die von einem Erben in seiner Eigenschaft als Gesamtrechtsnachfolger zu leistende, noch vom Erblasser herrührende Einkommensteuer-Abschlusszahlung für das Todesjahr ist als Nachlassverbindlichkeit gemäß § 10 Abs. 5 Nr. 1 des Erbschaftsteuergesetzes abzugsfähig. (BFH, Urteil vom 04.07.2012, Az. II R 15/11)

Nachlass I

Kosten für die Entmüllung eines zum Nachlass gehörenden Hauses stellen keine abzugsfähigen Nachlassverbindlichkeiten dar, sondern sind als Kosten für die Verwaltung des Nachlasses im Rahmen der Erbschaftsteuer abzugsfähig. (FG Stuttgart, Urteil vom 18.12.2014, Az. 7 K 1377/14)

Einkommensteuererklärung auch per Fax übermittelbar

Eine Einkommensteuererklärung kann auch wirksam per Fax an das Finanzamt übermittelt werden. Denn für die Einkommensteuererklärung gilt insoweit nichts anderes als für die Übermittlung fristwahrender Schriftsätze, für die höchstrichterlich bereits entschieden ist, dass eine Übermittlung per Telefax in allen Gerichtszweigen uneingeschränkt zulässig ist. (BFH, Urteil vom 08.10.2014, Az. VI R 82/13)

Zu viele Eigenheime in ländlichen Regionen

Während in Ballungsräumen weiterhin großer Bedarf an Neubauwohnungen besteht, werden auf dem Land nach Meinung der Experten vom Institut der deutschen Wirtschaft zu viele Eigenheime errichtet – zumindest gemessen an den Bevökerungsentwicklungszahlen. Zunehmende Zersiedelung des ländlichen Raums, neue Leerstände und sinkende Preise bei späterem Wiederverkauf aufgrund Nachfragemangels seien die Folge.

Büromieten steigen weiterhin

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Tatsache, dass in Großstädten und Ballungsräumen annähernd die Hälfte aller Angestellten in Büros arbeiten, sorgen dafür, dass nicht nur bei Wohnimmobilien, sondern auch bei Gewebeimmobilien und ganz besonders bei Büroflächen die Mieten kräftig steigen.

So viel kostet das Eigenheim in den Bundesländern

So viel kostet der Quadratmeter Eigenheim im 4. Quartal 2016: Bundesländer im Vergleich. Gemittelte Immobilienpreise in den Bundesländern Quelle: Dr. Klein & Co. AG, Hansestraße 14, 23558 Lübeck. www.drklein.de

Wie viel geben Käufer für die eigenen vier Wände aus? Der Bundesländer-Vergleich der Ende 2016 gezahlten Preise zeigt: Für Häuser zahlen Saarländer im Schnitt nur ein Drittel so viel wie Hamburger. Wohnungen erreichen in Hamburg, Bayern und Hessen fünfstellige Quadratmeterpreise.

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WLAN-Zugang für Gäste mit Haftungsausschluss

Möbliertes Wohnen auf Zeit ist bequem und zeitgemäß. Das haben viele Vermieter inzwischen für sich entdeckt.

Außer bei der Lage und dem Preis ihrer Immobilie konkurrieren Vermieter aber mittlerweile auch bei der Ausstattung ihrer möblierten Wohnungen miteinander.

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Erwerbsnebenkosten bei selbstgenutzten Immobilien

Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass sich die Erwerbsnebenkosten für selbsgenutztes Wohneigentum seit 2010 um durchschnitlich 50 Prozent erhöht haben. Mehrere Bundesländer haben ihre Grunderwerbsteuer drastisch erhöht und profitieren so vom Immobilienboom. Nur in Bayern und Sachsen gilt ein vergleichsweise moderater Steuersatz von 3,5 Prozent.

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Handwerker werden knapp

Volle Auftragsbücher und Mitarbeiter an der Grenze der Belastbarkeit – so präsentiert sich derzeit die Situation vieler Handwerksbetriebe. Ursache sind der anhaltende Boom im Baugewerbe und auf dem Immobilienmarkt und zugleich fehlender Nachwuchs. Diese Situation sorgt für lange Wartezeiten und steigende Preise bei Handwerkerleistungen.

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Studentenwohnungen

Für Studenten wird es in Deutschland immer schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden. Das zeigt der Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und der Deutschen Real Estate Funds (DREF) in Kooperation mit ImmobilienScout24. Die Mieten steigen rasant, weil zu wenige passende Wohnungen gebaut werden.

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Kurzporträt Düsseldorf

© Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, Fotograf U. Otte

In Düsseldorf leben rund 635000 Einwohner. Jährlich kommen mehrere tausend hinzu. Die Nachfrage nach Wohnraum in der nordrhein-westfälische Landeshauptstadt ist hoch, gilt sie doch als die Wirtschaftsmetropole der Rhein-Ruhr-Region.

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Wohnen beansprucht rund ein Drittel des privaten Konsumbudgets

Mit durchschnittlich 859 Euro im Monat gaben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2015 rund 36 % ihrer Konsumbudgets für den Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung aus. Damit waren die Ausgaben für das Wohnen weiterhin der Bereich mit den höchsten Konsumausgaben. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März mit.

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Finanzminsterium plant Maßnahmen gegen Immobilienblasen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) soll nach einem Gesetzentwurf des Finanzministeriums zum Aufsichtsänderungsgesetz die Vergabe von Krediten reglementieren können, wenn die Immobilienpreise außer Kontrolle zu geraten drohen.

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Werbungskostenabzug bei Schadensbeseitigung

Aufwendungen eines neuen Hauseigentümers zur Beseitigung von erheblichen Schäden, die der Mieter (im verhandelten Falle vorsätzlich und mutwillig) bei seinem Auszug nach Kündigung der kurz zuvor vom Eigentümer erworbenen Wohnung zugefügt hat, sind als Werbungskosten direkt bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung anrechenbar.

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Immer mehr Betrügereien auf Immobilienportalen

Auf Immobilienportalen betreiben immer mehr Betrüger ein einträgliches „Geschäft“. Sogar vor gefakten Webseiten schrecken sie nicht zurück. Wer als gestresster Wohnungssuchender auf solche Seiten gerät und arglos seine Daten preisgibt, kann sehr schnell auch viel Geld loswerden …

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-02/wohnungssuche-immobilien-platttformen-betrug-datenklau