So beurteilen Experten die Situation am Immobilienmarkt

Die Vielzahl verschiedener und oftmals gegensätzlich lautender Einschätzungen zeigt, dass nicht einmal die Experten über den Zustand des Marktes einer Meinung sind. Die Vielstimmigkeit lässt sich sehr deutlich an Headlines ablesen, mit denen verschiedene Medien im letzten halben Jahr ihre Themen überschrieben haben. Die Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die für Investoren momentan drängendste Frage ist wohl, ob auf dem Immobilienmarkt eine Blase droht bzw. schon existiert. Die Meinungen darüber könnten unterschiedlicher kaum sein. Bei den Skeptikern spricht zwar noch niemand offen von einer real exis­tierenden Blase. Eher wird von »Gefahr«, »ers­ten Anzeichen«, »Übertreibungen« etc. mehr geraunt als gesprochen. Für Immobilien wie für Aktien gilt jedoch: Wer zu spät kommt, den bestraft der Markt – und wer als Erster zuckt, hat verloren.

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Ein- oder Ausstieg lässt sich nicht pauschal für jeden Fall gleich beantworten. Es hängt von vielen Faktoren ab, vor allem davon, welche Strategie man als Investor verfolgt: ob man also nur kaufen und schnell wieder mit Gewinn verkaufen will. Oder ob man eine längerfri­stige Strategie verfolgt und die Immobilie ggfs. mit Modernisierungsmaßnahmen etc. wert- und ertragsteigernd wei­ter­entwi­ckeln will. Und nicht zuletzt davon, ob man sich die Investition auch bei einem höheren Zinssatz leisten kann oder geleis­tet hätte. Die historisch immer noch niedrigen Zinsen allein sind mittlerweile kein hinreichender Kaufgrund mehr, weil sie die extrem gestiegenen Kaufpreise nicht mehr ausgleichen.