Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stagniert

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes erteilten die Baubehörden 2019 Genehmigungen für  knapp 289700 Wohnungen (Neu- und Umbau). Die Zahl blieb damit annähernd auf Vorjahresniveau. Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stiegen um 1,4 Prozent, die für Zweifamilienhäuser hingegen sanken um 0,2 Prozent, ebenso für Mehrfamilienhäuser (-0,9 Prozent).

Dabei ist die Zahl neuer Genehmigungen seit einigen Jahren vor allem in Großstädten und Ballungszentren höher als die der Baufertigstellungen. 2019 gab fast 700000 noch unfertige Wohnungen. 2008 waren es weniger als halb so viele (320000).
Ursachen dafür sind meist ausgelastete Bauunternehmen, gestiegene Preise und Fachkräftemangel. In den Großstädten trägt auch  Spekulation mit  Objekten und Flächen dazu bei: So zum Beispiel lassen sich Bauträger Neubauten genehmigen, um ihre Grundstücke aufzuwerten. Statt jedoch zu bauen warten sie einige Jahre ab und verkaufen die Flächen mit hohem Gewinn weiter. Ein lohnendes Geschäft: Zwischen 2012 und 2017 sind die Grundstückspreise um 700 Prozent gestiegen.
Eigentlich müssten in Deutschland zur Deckung der Nachfrage jährlich 375000 Wohnungen neu entstehen.